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Beregnungsbedürftigkeit landwirtschaftlicher Leitkulturen
D3 - Beregnungsbedürftigkeit landwirtschaftlicher Leitkulturen
Die Beregnungsbedürftigkeit bestimmt in erster Linie die Ausschöpfung des bodenbezogenen und fruchtartenspezifischen Ertragspotenzials einer landwirtschaftlichen Kulturpflanzenart. Besonders unterhalb der als optimal angesehenen Spanne des Bodenwassergehaltes zwischen 50 und 80 %nFK sind dabei Ertragsdepressionen zu erwarten. Mit dem Indikator und seiner zeitlichen Veränderung wird beispielsweise erkennbar, ob sich die natürlichen Wasserversorgungsbedingungen der Kulturpflanzenarten verändern und ggf. im Sinne der Ertrags- und Qualitätsstabilität Veränderungen bei den technologischen Werkzeugen der Bestandsführung der landwirtschaftlichen Kulturpflanzenarten angezeigt sind.
Grundlage für die Indikatorenermittlung sind die Tageswerte des Bodenwassergehaltes in Prozent der nutzbaren Feldkapazität (%nFK) an folgenden DWD-Wetterstationen: Gardelegen (nördliches Sachsen-Anhalt), Wittenberg (östliches Sachsen-Anhalt), Bad Lauchstädt (südliches Sachsen-Anhalt), Bernburg-Strenzfeld (Börde) und Harzgerode (Harz, untere Lagen). Die Vegetationsperiode wird hier aus Gründen der Vereinfachung in zwei Teilen von je drei Monaten Länge angegeben. Die Vegetationsperiode 1 (VP 1) entspricht dem Zeitraum vom 01. April bis zum 30. Juni und die Vegetationsperiode 2 (VP 2) dem Zeitraum vom 01. Juli bis zum 30. September.Jeweils für die VP 1 und die VP 2 wird die Anzahl der Tage mit einem Bodenwasservorrat von unter 50% der nutzbaren Feldkapazität bestimmt. Dies erfolgt für die landwirtschaftliche Leitkulturen Winterweizen, Zuckerrüben und Gras in den verschiedenen Regionen Sachsen-Anhalts (ohne Oberharz, da dort keine landwirtschaftliche Nutzung erfolgt). Der Bodenwassergehalt wird dazu auf der Basis von Tagesmittelwerten der Lufttemperatur, Tagessummen des Niederschlages und Tagessummen der Globalstrahlung bzw. der Sonnenscheindauer mittels eines agrarmeteorologischen Bodenwasserhaushaltsmodells (METVER) kulturspezifisch ermittelt. Als bodenphysikalische Inputinformationen werden regional abgeleitete Werte von Feldkapazität und Welkepunkt eingesetzt. Anschließend wird das arithmetische Mittel der Jahreswerte gebildet und in meteorologischen 30-Jahres-Zeiträumen gegenüber gestellt. Als Referenzwert dient der Zeitraum 1961 bis 1990. Zum Vergleich wird das arithmetische Mittel der Jahreswerte für den neuen Zeitraum 2001 bis 2030 (Hinweis: weil der 30-jährige Zeitraum 1991-2020 abgeschlossen ist) gebildet. Da die Zeit von 2025 bis 2030 noch nicht erreicht ist, werden zunächst die Mittelwerte der Jahreswerte von 2001 bis 2024 berechnet.
Deutscher Wetterdienst (DWD). Für die Station Bad Lauchstädt wurden Datenlücken mit Daten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) gefüllt.
jährlich, jeweils zum Ende des I. Quartals
Intervall der Zeitreihe: 01.01.1961 bis 31.12.2024
Intervall der Zeitreihe: 01.01.1961 bis 31.12.2024
Hier gibt es das Kennblatt als PDF zum herunterladen: Beregnungsbedürftigkeit-PDF