C2 - Bodenwasservorrat

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Der Bodenwasservorrat in Prozent der nutzbaren Feldkapazität (%nFK) beschreibt den Füllstand des pflanzenverfügbaren Bodenwasserspeichers (nutzbare Feldkapazität) unter Berücksichtigung der bodenbezogenen Standorteigenschaften. Der Bodenwasservorrat liefert somit eine Aussage, wie gut die Pflanzen ihren Wasserbedarf aus dem Bodenwasserspeicher decken können. Als Beispiele wurden dafür zwei landwirtschaftliche Kulturen ausgewählt: eine Sommerung (Zuckerrübe) und eine Winterung (Winterweizen). Für die Sicherheit der Erträge beim Anbau landwirtschaftlicher Kulturpflanzenarten ist eine gesicherte Bodenwasserversorgung von ausschlaggebender Wichtigkeit. Dabei kommt dem Zeitraum um den Vegetationsbeginn eines Jahres besondere Bedeutung zu. Zeigen sich hier Veränderungen hin zu geringeren Bodenwasservorräten sind im Vergleich zu gleichbleibenden Bodenwasservorräten neben Maßnahmen zur Zusatzbewässerung noch wesentlich weitergehende technologische Anpassungen in der Pflanzenproduktion nötig. Auch steigende Bodenwasservorräte zum genannten Zeitpunkt können ein Signal geben, um gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen (beispielsweise verbesserte Drainagen) auszulösen. Generell gilt, dass Bodenfeuchtewerte von 80 %nFK und mehr eine Überversorgung signalisieren, die bremsend auf die Pflanzenentwicklung wirkt. Werte von 50 bis 80 %nFK sind optimal, Werte zwischen 30 und 50 %nFK werden als zu gering betrachtet und die Pflanzen reduzieren ihre Leistungen. Unterhalb von 30 %nFK können die Pflanzen ihren Wasserbedarf nur noch sehr schwer decken und es kommt zu Wachstums- und Reproduktionseinschränkungen. Unterhalb von 20 %nFK spricht man von Bodendürre.
Grundlagen für die Auswertungen sind modellierte Tageswerte des Bodenwasservorrats in Prozent der nutzbaren Feldkapazität in einer Tiefe von einem Meter unter Ackerland an folgenden Wetterstationen: Harzgerode repräsentativ für die Region Harz (untere Lagen), Gardelegen für das nördliche Sachsen-Anhalt, Bernburg-Strenzfeld für die Börde , Wittenberg für das östliche Sachsen-Anhalt und Bad Lauchstädt für das südliche Sachsen-Anhalt. Eine Betrachtung der oberen Harzlagen entfällt für diesen Indikator, denn diese Region ist hinsichtlich des Anbaus der betrachteten Kulturpflanzenarten bedeutungslos. Bei der Modellierung wurde das beim DWD verfügbare Bodenwasserhaushaltsmodell METVER eingesetzt. Die unterschiedlichen Standortbedingungen hinsichtlich der Bodenphysik sind über die Verwendung der entsprechenden Werte aufgrund vorliegender Kartierungen berücksichtigt. Die Vegetationsperiode 1 (VP 1) entspricht dem Zeitraum vom 01. April bis zum 30. Juni und die Vegetationsperiode 2 (VP 2) dem Zeitraum vom 01. Juli bis zum 30. September.
Deutscher Wetterdienst (DWD). Für die Station Bad Lauchstädt wurden Datenlücken mit Daten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) gefüllt.
Hier gibt es das Kennblatt als PDF zum herunterladen: Bodenwasservorrat unter Ackerland-PDF