Mit dem Indikator B1 wird die Entwicklung des Grundwasserstandes beobachtet. Diese spiegelt auch die zeitlich verzögerte Reaktion auf veränderte klimatische Rahmenbedingungen wieder. Aus sinkenden oder steigenden Grundwasserständen können sich Auswirkungen auf grundwasserabhängige Landökosysteme sowie auch auf die landwirtschaftliche Nutzung und auf das Bauwesen ergeben.
Grundwasserstand
Grundwasserstand (B1)
Die langjährige Entwicklung des Grundwasserstandes zeigt die zeitlich verzögerte Reaktion des Grundwassers auf klimatische Ereignisse (Niederschläge) an. Die Entwicklung gibt Rückschluss auf die Verfügbarkeit und Menge des Grundwassers. Bei sinkenden oder steigenden Grundwasserständen durch klimatische Änderungen ergeben sich unter anderem Auswirkungen auf grundwasserabhängige Landökosysteme (Umweltaspekt) sowie landwirtschaftliche Nutzung und Bauwesen (wirtschaftlicher Aspekt). Steigende Grundwasserstände führen ggf. zu Vernässungserscheinungen und sinkende Grundwasserstände führen teilweise zu austrocknenden Böden. Beide Phänomene können sich bei langanhaltendem Zustand nachteilig auf die Umwelt, die Landwirtschaft und letztendlich auf den Menschen auswirken.
Es wurden für Sachsen-Anhalt drei Grundwassermessstellen gewählt, die eine lange Beobachtungsreihe besitzen, menschlich weitgehend unbeeinflusst sind und in unterschiedlichen Großräumen liegen. Dieses sind (Angaben mit Messpegelhöhe (MP) sowie Höhe über Meeresspiegel (NHN)):
- Altmersleben-Butterhorst (Tiefland; Gemeinde Kalbe/Milde; MP: 30,24 m NHN),
- Piesdorf (Mittelgebirgsvorland; Gemeinde Könnern; MP: 156,03 m NHN),
- Walbeck (Mittelgebirge; Stadt Hettstedt; MP: 223,45 m NHN).
Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW), Gewässerkundlicher Landesdienst
jährlich, zum 01.04. des darauffolgenden Kalenderjahres
Intervall der Zeitreihe: 01.01.1961 bis 31.12.2024
Hier gibt es das Kennblatt als PDF zum herunterladen: Grundwasserstand-PDF