Veränderung der Emissionen organischer Böden

Der Indikator beschreibt die Änderung der Emissionen landwirtschaftlich genutzter organischer Böden. Dazu zählen organische Böden der Landnutzungskategorien Ackerland sowie Grünland im engeren Sinne (Wiesen, Weiden, Mähweiden etc.).

Mit einem Emissionsniveau von jährlich deutlich über zwei Millionen Tonnen CO2-Äq lagen die Emissionen in den vergangenen Jahren weiterhin auf hohem Niveau. Die Nutzung organischer Böden als Ackerland und Grünland hat sich im Flächenumfang zwischen 2018 und 2023 nur geringfügig geändert mit leichtem Trend zu mehr Grünland (Ackerland -1.001 ha, Grünland +1.061 ha). Ein Trend zur deutlichen Verringerung des Emissionsniveaus ist nicht auszumachen Für das Jahr 2024 liegen noch keine Daten vor.
Im Nationalen Inventarbericht (NIR) wird über Emissionen aus organischen Böden berichtet und sind damit Teil der bundesweiten Berichterstattung zu den Treibhausgasemissionen. Seit dem Jahr 2025 werden länderspezifische Werte öffentlich im Internet bereitgestellt. Die Emissionsberechnung erfolgt durch Multiplikation der Moorflächen pro Subkategorie (Ackerland, Grünland) mit einem nutzungsspezifischen Emissionsfaktor. Bei Landnutzungs¬änderungen wird der Emissionsfaktor der Zielkategorie verwendet. Dem vorliegenden Inventar liegen sehr detaillierte Karten zur Lage und Drainage der organischen Böden zugrunde.