Energieproduktivität (auf Endenergie bezogen)

Die Entwicklung von Struktur und Umgang der inländischen Wirtschaft mit Energie und abiotischen, nicht erneuerbaren Ressourcen lassen sich an der Entwicklung von Rohstoff- und Energieproduktivität erkennen. Beide Indikatoren zählen zu den umweltbezogenen Nachhaltigkeitsindikatoren.  Mit ihrer Hilfe erfolgt eine Effizienzkontrolle des Umgangs der inländischen Wirtschaft mit Energie und den eingesetzten abiotischen, nicht erneuerbaren Rohstoffen und Gütern.

Der Indikator Endenergieproduktivität gibt an, welche wirtschaftliche Leistung (in Euro) aus einer Einheit eingesetzter Endenergie erwirtschaftet wird.

Zur Berechnung des Indikators "Rohstoffproduktivität" wird das Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt, verkettete Indizes) ins Verhältnis zur Inanspruchnahme an nicht erneuerbaren (abiotischen) Rohstoffen gesetzt, gemessen als Rohstoffkonsum.

Die Gewinnung und Nutzung eines Rohstoffs geht stets mit Flächen-, Material- und Energieinanspruchnahme, Stoffverlagerung sowie Schadstoffemissionen einher. . Im Ressourceneffizienzprogramm der Bundesregierung (ProgRess II) und in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist das Ziel einer Steigerung der Gesamtrohstoffproduktivität bis zum Jahr 2030 verankert. Des Weiteren gibt es in einigen Bundesländern Ziele der Erhöhung der Rohstoffproduktivität. Die Rohstoffproduktivität nimmt zu, wenn eine wirtschaftliche Leistung (gemessen in Geldeinheiten) mit einem geringeren Materialaufwand erbracht wird. Eine solche Verbesserung der Materialeffizienz kann in allen Wirtschaftsbereichen erzielt werden. In den Bereichen, in denen - wie etwa im Baubereich - große Stoffmengen bewegt werden, sind Materialeffizienzsteigerungen besonders wirksam. Beispielsweise trägt eine Verlagerung von Investitionen vom Neubau in die Sanierung von bestehenden Gebäuden erheblich zur Rohstoffproduktivität bei, da hier vergleichbare Geldströme mit sehr viel geringeren Materialströmen verbunden sind.
Zur Berechnung des Indikators "Rohstoffproduktivität" wird das Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt, verkettete Indizes) ins Verhältnis zur Inanspruchnahme an nicht erneuerbaren (abiotischen) Rohstoffen gesetzt, gemessen als Rohstoffkonsum [LiKi 2025] Die Daten können von der Homepage der Länderinitiative Kernindikatoren (LiKi) abgerufen werden. Die Daten für Sachsen-Anhalt und die übrigen Bundesländer stehen als Exceldaten zur Verfügung. Die notwendigen Daten werden u.a. vom statistischen Landesamt, den Bergbehörden, des Vereins Statistik der Kohlenwirtschaft e.V. und vom niedersächsischen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) erhoben. Es handelt sich um amtliche Daten