Der Indikator beschreibt die Kohlenstoffbindung im Wald. Wälder können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie durch den Aufbau von Biomasse und die Anreicherung von organischem Material im Boden der Atmosphäre aktiv Kohlendioxid entziehen. Die Kohlenstoffbindung oder -freisetzung in Biomasse und Totholz ergibt sich aus der Waldfläche und der Kohlenstoffspeicherrate abzüglich der Nutzung.
Speicherveränderung im Wald
Speicherveränderung im Wald
Wälder haben eine herausragende Bedeutung für den Klimaschutz. Sie binden signifikante Mengen Kohlendioxid und sind damit eine bedeutende natürliche Kohlenstoffsenke.
Die zwei Indikatoren zur Kohlenstoffspeicherung im Wald beruhen auf zwei bundesweit und wiederholt stattfindenden Erhebungen, aus denen sich die Entwicklung ableiten lässt. Aus der alle 15 Jahre stattfindenden Bodenzustandserhebung (BZE) im Wald kann näherungsweise die zeitliche Entwicklung der Senkenleistung des Waldbodens abgeschätzt werden. Aus Bundeswald- (BWI) und Kohlenstoffinventur (CI) kann näherungsweise die zeitliche Entwicklung der Senkenleistung von Biomasse und Totholz abgeschätzt werden. Die Kohlenstoffvorräte werden in Tonnen je Hektar angegeben. Für die Ausweisung von jährlichen Speicherraten werden die Bilanzierungen entsprechend heruntergerechnet.
Daten der BWI sind aus der jüngsten Erhebung öffentlich in aktueller Form verfügbar (inkl. Inventurjahr 2022, www.bwi.info). Die BWI ist ein gesetzlicher Auftrag gemäß Bundeswaldgesetz § 41a und eine zentrale Datenbasis über den Wald in Deutschland. Sie liefert einen Gesamtüberblick über die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten.
Daten der jüngsten Bodenzustandserhebung befindet sich derzeit in Auswertung und Daten liegen noch nicht vor, sodass eine Darstellung von Werten in diesem Bericht aus Aktualitätsgründen nicht erfolgt.
06.11.2025