Der Europäische Emissionshandel ist ein marktwirtschaftlicher Ansatz und Europas wichtigstes Instrument zur Verringerung von Treibhausgasemissionen. Dies bedeutet, dass Unternehmen selbst entscheiden, ob sie Emissionen vermeiden oder für ihren Ausstoß bezahlen. Somit werden die Emissionen zunächst dort gesenkt, wo dies am günstigsten erfolgen kann.
Momentan sind Energie- und Industrieanlagen, aber auch Luft- und Seeverkehr verpflichtet, am Emissionshandel 1 teilzunehmen. Der Emissionshandel 2 ist in Vorbereitung. Dieser umfasst zukünftig auch Emissionen aus dem Gebäudebereich, dem Straßenverkehr und weiteren Sektoren, die nicht im Emissionshandel 1 berücksichtigt sind.
Anhand der Menge ausgestoßener Treibhausgase lassen sich Rückschlüsse auf die Wirksamkeit gesetzlicher Regelungen einerseits und auf die Klimaschutzbestrebungen der Unternehmen andererseits ziehen.
Aktuell stammen in Sachsen-Anhalt rund 60 % der Treibhausgasmissionen aus Anlagen, die am Europäischen Emissionshandel 1 teilnehmen. Aktuelle Entwicklungen sind somit für das Bundesland sehr relevant.