Emissionshandelspflichtige Industrieanlagen

Die energieintensive Industrie ist in Bezug auf den Europäischen Emissionshandel 1 der bedeutendste Sektor in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2024 wurden 8,49 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent (52% der relevanten Emissionen) ausgestoßen. Inzwischen stellt dieser Sektor mit 57 Anlagen auch den größten Anteil (56%) an emissionshandelspflichtigen Anlagen im Bundesland.

Seit Einführung des Europäischen Emissionshandel 1 haben die Industrieanlagen deutlich an Bedeutung gewonnen. Von einem Drittel an Anlagen und Emissionen zur Einführung des Emissionshandel 1 im Jahr 2005 sind die Anteile auf inzwischen mehr als die Hälfte der Anlagen und Emissionen gestiegen.

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Industrieanlagen (gesamt)

Die energieintensive Industrie ist in Bezug auf den Europäischen Emissionshandel 1 der bedeutendste Sektor in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2024 wurden 8,49 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent (52 % der relevanten Emissionen) ausgestoßen. Inzwischen stellt dieser Sektor mit 57 Anlagen auch den größten Anteil (56 %) an emissionshandelspflichtigen Anlagen im Bundesland.

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Metallverarbeitende Industrie

Die Metallverarbeitende Industrie ist in Sachsen-Anhalt nicht stark vertreten. Die drei Anlagen der Eisen- und Nichteisenmetallverarbeitung steuern den geringsten Anteil an Treibhausgasen zur sachsen-anhaltischen Gesamtmenge bei. Im Jahr 2024 lag dieser bei knapp über 1% der gesamt emittierten Menge.

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Mineralische Industrie

Fast die Hälfte aller in Sachsen-Anhalt zum EU-ETS 1 verpflichteten Industrieanlagen lassen sich der Mineralverarbeitung zuordnen. Erwartungsgemäß steuern sie damit auch einen hohen Anteil an Treibhausgasen zur sachsen-anhaltischen Gesamtmenge bei. Es handelt sich hierbei um Anlagen zur Kalkerzeugung, aber auch die Glasproduktion und die Herstellung von keramischen Erzeugnissen wie Dachziegel oder Fliesen werden hier berücksichtigt.

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Papier- und Zellstoffindustrie

Die Emissionen der Papier- und Zellstoffindustrie spielen eine untergeordnete Rolle. In Sachsen-Anhalt standen 2024 fünf Anlagen, die diese Tätigkeiten ausführten. Insgesamt betrug ihr Anteil an den Gesamtemissionen von Sachsen-Anhalt in diesem Jahr weniger als 2%.

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Petro- und Chemische Industrie

Historisch gewachsen hat die Petro- und Chemische Industrie im Bundesland eine große Bedeutung. Vor allem dort, wo man Braunkohle abgebaut hat, haben sich diese Anlagen angesiedelt. Dies schließt vor allem den Süden Sachsen-Anhalts ein. Mit knapp 40% der Industrieanlagen stellen sie einen bedeutsamen Anteil und verursachen über die Hälfte der Emissionen dieses Sektors. Das Spektrum der erzeugten Produkte reicht dabei von Erdölerzeugnissen über Grundstoffe für die chemische Industrie bis zur Düngemittelproduktion.