Mit dem Indikator B4 werden Veränderungen der Hochwasserabflüsse gemessen. Diese können Einfluss auf Planung und Bau von Hochwasserschutzanlagen, Steuerung von Talsperren und Rückhaltebecken, Schadstoffbelastung und Ökosysteme des Fließgewässers haben.
Mittlerer Hochwasserabfluss
Mittlerer Hochwasserabfluss (B4)
Der Abfluss ist definiert als Wasservolumen, das einen bestimmten Querschnitt in der Zeiteinheit durchfließt und einem Einzugsgebiet zugeordnet ist. Der mittlere jährliche Hochwasserabfluss MHQ ist das arithmetische Mittel der jeweils größten gemessenen Abflüsse jedes Monats des Kalenderjahres an einem Pegel. Die arithmetischen Mittel der 30-Jahreszeiträume werden hingegen aus den entsprechenden Jahreshöchstwerten des betrachteten Zeitraums gebildet.Für Sachsen-Anhalt wurden drei Pegel an Fließgewässern ausgewählt, deren Einzugsgebiete ganz oder größtenteils in Sachsen-Anhalt liegen, die eine lange Beobachtungsreihe besitzen und nur gering menschlich beeinflusst sind. Die Einzugsgebiete liegen in unterschiedlichen Landschaftsräumen von Sachsen-Anhalt (Landschaften am Südrand des Tieflandes, Ackerebenen, Flusstäler und Niederungslandschaften, Mittelgebirge und Mittelgebirgsvorländer).
| Pegelname | Gewässer | Einzugsgebiet | Beobachtet seit |
|---|---|---|---|
| Nutha | Nuthe | 509 km2 | 1972 |
| Mertendorf | Wethau | 205 km2 | 1963 |
| Großschierstedt | Wipper | 544 km2 | 1961 |
| Lage der Pegel | |
|---|---|
| Nutha | Landkreis Anhalt-Bitterfeld; Gemeinde Zerbst |
| Mertendorf | Burgenlandkreis; Verbandsgemeinde Wethautal |
| Großschierstedt | Salzlandkreis; Stadt Aschersleben |
Die ausgewählten Flussgebiete entsprechen den o. g. Kriterien. Vorhandene Datenlücken ergeben sich durch fehlende Stationswerte in diesen Jahren.