Grundlagen für die Erfassung niederschlagsreicher Tage sind die Tagessummen der unkorrigierten Niederschlagshöhe mit mehr als 1,0 mm. Gemessen wurde der Niederschlag in einem Meter über dem Boden an folgenden Wetterstationen: Brocken, Harzgerode, Gardelegen, Bernburg-Strenzfeld, Wittenberg und Bad Lauchstädt. Diese sind in der Reihenfolge repräsentativ für die Regionen Harz (obere Lagen), Harz (untere Lagen), nördliches Sachsen-Anhalt, Börde, östliches Sachsen-Anhalt und südliches Sachsen-Anhalt. Zur Bewertung des Niederschlagsverhaltens wird das Perzentil aus der 30-Jahres-Zeitreihe bestimmt. Das statistische Werkzeug der Perzentile dient dazu, eine Zeitreihe in eine Serie zu überführen und die Werte der Größe nach zu ordnen. Die Niederschlagssummen der einzelnen Tage werden herangezogen, um die Wertespanne der 5 Prozent (95. Perzentil) der größten täglichen Niederschlagssumme für den Zeitraum von 1961 bis 1990 zu berechnen. Diese 5 Prozent repräsentieren die Tage mit besonders hohen täglichen Niederschlagssummen. Es werden alle Tage herangezogen, die diesen Wert überschreiten und anschließend:
1) die Niederschlagsmenge über das Jahr an diesen Tagen aufsummiert
2) diese Niederschlagssumme ins Verhältnis zum Jahresniederschlag gesetzt
3) die Anzahl dieser Tage im Jahr gezählt.
Auch werden neben den jährlichen Werten die arithmetischen Mittelwerte meteorologischer 30-Jahres-Zeiträume gegenüber gestellt.