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Diversifizierung der Elektrizitätserzeugung
G1 - Diversifizierung der Elektrizitätserzeugung
Die fortschreitende Veränderung von Temperatur und Niederschlag sowie das häufigere Auftreten von Extremwetterereignissen können in sehr unterschiedlicher Weise die Versorgungssicherheit im Energiesystem beeinträchtigen. Bei fossilen Kraftwerken betrifft das beispielsweise Rohstoffgewinnung und -transport sowie die Verfügbarkeit von Kühlwasser. Bei den erneuerbaren Energiequellen sind Veränderungen in der land- und forstwirtschaftlichen Biomassegewinnung, die Betriebssicherheit und der Ertrag von Wind- und Photovoltaik-anlagen oder Betriebseinschränkungen von Wasserkraftanlagen bei Hoch- und Niedrigwasser möglich.
Dem Indikator liegt die Annahme zugrunde, dass eine zunehmende Diversifizierung (und Dezentralisierung) der Energieversorgung sowie der damit verbundene Umbau der Versorgungsstrukturen (Netze und Speicher) zu einer Sicherstellung der Versorgungssicherheit führen können.
Um die Risiken für die Zuverlässigkeit und Qualität des Energieversorgungssystems insgesamt gering zu halten, sind eine Senkung des absoluten Endenergieverbrauchs und eine risikomindernde räumliche Verteilung von Energieinfrastrukturen wichtige Bausteine.
Der Indikator ist mit Blick auf die Klimafolgenanpassung und die Gewährleistung eines langfristig – in Hinblick auf Klimaschutz und Versorgungssicherheit – nachhaltigen Energiesystems noch wenig spezifisch.
Auch andere Faktoren, wie beispielsweise die Stromnetzinfrastruktur oder die Speicherung von Energie sind für ein nachhaltiges und klimaangepasstes Energiesystem relevant, werden in diesem Indikator aber noch nicht berücksichtigt.
Die Diversifizierung der Elektrizitätserzeugung stellt die Entwicklung des Verhältnisses zwischen den einzelnen Energiequellen hin zu einer breiten Streuung der Bereitstellung dar. Für den Indikator erfolgt eine direkte Übernahme der Daten des Statistischen Landesamtes bzw. des Länderarbeitskreises Energiebilanzen.
Die Energieträger werden wie folgt differenziert: Braunkohle, Erdgas, Wind, Photovoltaik, Biomasse. Energieträger mit einer nur sehr geringen Bedeutung für Sachsen-Anhalt (dauerhaft unter 1 Milliarde kWh je Jahr) werden unter sonstige Energieträger zusammengefasst.
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale)/Länderarbeitskreis Energiebilanzen
(Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, nur mit Quellenangabe gestattet.)
jährlich, Ende Oktober
Hier gibt es das Kennblatt als PDF zum herunterladen: Elektrizitätserzeugung-PDF