Holzproduktespeicher

Die stoffliche Holznutzung hat zwei Auswirkungen auf den Klimaschutz. Zum einen wird Kohlenstoff in Holzprodukten festgelegt (Produktspeicher) und zum anderen werden durch Holz Bau- und Werkstoffe ersetzt, die bei der Herstellung mehr Treibhausgase verursachen als Holzprodukte (Produktsubstitution). Da die Höhe des vorhandenen Holzproduktespeichers nicht bekannt ist, werden die Zu- und Abgänge bilanziert.

Hinweis: Mittels Klick auf die Legendeneinträge lassen sich im Diagramm einzelne Datenreihen aus- bzw. wieder einschalten.

Holzprodukte haben eine große Bedeutung für den Klimaschutz. Sie binden signifikante Mengen Kohlendioxid und sind damit eine bedeutende natürliche Kohlenstoffsenke. Darüber hinaus vermeidet die Nutzung von Holzprodukten Bau- und Werkstoffe, die in ihrer Herstellung einen höheren Energieaufwand erfordern.
Der jährliche Zufluss lässt sich aus der Holzeinschlagsmenge und der Aufteilung der Einschlagsstatistik nach Baumarten auf Stamm- und Industrieholz ermitteln. Die Daten liefern die forstlichen Erzeugungsbetriebe. Für die Berechnung der CO2-Freisetzung werden exponentielle Zerfallsfunktionen genutzt. Die Produktsubstitution wird mit einem Faktor geschätzt, der die Einsparung von CO2-Emissionen je Tonne Kohlenstoff im Holzprodukt beschreibt. Die Einschlagsrückrechnung des Thünen-Instituts wird regelmäßig aktualisiert und methodisch weiterentwickelt. Holzeinschlagsstatistik und Einschlagsrückrechnung sind durchgängig seit 1998 verfügbar.